Yoga und Bondage 2

30. November, 2016

Dieser vierstündige Workshop kombiniert Yoga mit der japanischen Seiltechnik ‘Shibari’.

Wir beginnen mit der Yogapraxis, um ein Gespür für die Positionierung unserer Körperteile zu entwickeln. Die Wahrnehmung des Atemrhythmus ist eine wesentliche Eigenschaft im Yoga. Streck – und Rotationsübungen entspannen den Muskelapparat, um seine Beweglichkeit zu erhalten. Kräftigungsübungen koordinieren Muskelspannungen zwischen dem Rumpf und Extremitäten. Wenn diese aufeinander abgestimmt sind, kann der Körper eine ökonomische Statik entwickeln und Fehlhaltungen vorbeugen. Für einige Asanas (Yogahaltungen) verwenden wir Seile. Der haptische Moment des Materials verdeutlicht den Spürsinn, und vermischt sich mit der sinnlich, handwerklichen Erfahrung der Seile.

Im zweiten Teil des Abends liegt der Fokus auf spielerischen Aspekten und der Verknüpfung verschiedener Bondage Ansätze. Figurentechnisch orientieren wir uns u.a. an der präzisen z.T. akrobatischen Technik von Osada Steve. Arisue Go’s Philosophie eignet sich besonders für AnfängerInnen, und gibt undogmatische Anstöße eigene Stile zu entwickeln. Meine jüngsten Erkenntnisse führten zu einem System, welches Prinzipien zum Improvisieren bereitstellt. Japanisch, ästhetische Prinzipien werden hier mit sogenanntem ‘Messy Tying’ vermengt.  Außerdem werden in diesem Kurs Basisknoten, Grundlagen für Oberkörperharnesse, Hänge – und Sicherungsprinzipien vermittelt.