In Berlin finden vom 28. November bis 11.Dezember keine Kurse statt. Yoga/Shibari Termine im Dezember: Mitttwoch 14. & 21.
No workshops in Berlin from November 28th until Dezember 11th. Workshops in December: Wednesday 14. & 21.
Das Stück Atemkontrolle? Hustenanfall? Pheromoncheck? ist eine Genre übergreifende Komposition, die sich aus Elementen des sadomasochistischen Rollenspiels, der japanischen Fesseltechnik Shibari und aus räumlichen und zeitlichen Anordnungen zusammensetzt. Es ist ein Stück für zwei Tänzerinnen und einen Tänzer, die ihre Lust und ihre Unlust erforschen sich frei und gefesselt zu präsentieren.
In den folgenden Abschnitten beschreibe ich die einzelnen Arbeitsebenen und Quellen, die mich inspiriert haben, und aus denen wir die Struktur des Stückes entwickelten haben.
Nawa Shibari bedeutet Winden, Knoten oder Verknüpfen und bezeichnet ein komplexes System japanischer Fesselungsformen. Im 16. Jahrhundert wurde es als Seilkampftechnik von den kaiserlichen Militärs, den Samurais entwickelt. Ursprünglich diente es der Immobilisierung, der Folter oder auch der Hinrichtung eines Feindes. Diese Fesselungstechniken, heute im Allgemeinen auch als ‘Bondage’ bekannt, fanden seit den fünfziger Jahre vermehrt Eingang in die Spielpraktiken sadomasochistischer Subkulturen.
In diesem Kontext spielen Sinnlichkeit und Ästhetik der verwendeten Materialien, wie Seile und Kimonostoffe, eine wichtige Rolle. Gleichzeitig geht es um die Erfahrung eines inszenierten Machtverhältnisses zwischen dem Fesselnden und der zu fesselnden Person.
Ich beschäftige mich seit zwei Jahren mit der Nawa Shibari Technik und benutze sie für das Stück Atemkontrolle? Hustenanfall? Pheromoncheck? als Ausgangspunkt für die Materialsuche. Auf der fesselnden Seite begreife ich die Technik als ein handwerkliches Element am lebenden Individuum.
Ich schränke die physische Autonomie eines Menschen ein; in dieser Situation ist er auf meine Seilfertigkeiten und meine empathischen Fähigkeiten angewiesen. Es entstehen Situationen die von Macht und Kontrolle geprägt sind. Fürsorgliche und liebevolle Empfindungen wechseln mit sadistischen Impulsen und Boshaftigkeit. Diese Empfindungen gehören für mich zum ganzheitlichen Gefühlspektrum eines Menschens. Es gilt sie nicht abzuwehren; vielmehr sollen sie sichtbar in die Komposition eingebaut werden. Die devote Person gibt einen Teil ihrer Eigenverantwortlichkeit ab, kommuniziert aber ihre Befindlichkeit mittels Körpersprache und vereinbarten Kodes.
Zunächst schienen hingebungsvoll- passive Zustände oder handwerkliche Bewegungen wie das Knoten im Widerspruch zur gewohnten tänzerischen Bühnenpräsenz zu stehen. Unbewusste Gestik musste auf unterschiedlichen Ebenen bewusst gemacht werden.
Wir arbeiten mit mentalen, physischen und emotionalen Techniken verschiedener Meditationen, und mit dem ‘Leib- Psychoenergetischen’ Konzept nach Schellenbaum. Nach diesem Ansatz steht das Gewahr- werden der Körperform, der Mimik und der Gebärde als Ausdruck des geistig-emotionalen Zustandes im Mittelpunkt der Selbstbeobachtung. Aus diesem Bewusstseinszustand heraus soll spontan agiert werden. Intuitives und impulsives Tun soll im Gegensatz zu planmäßigen Aktionen erlaubt sein und in einem ritualisierten Rahmen geäußert werden. Das Ritual ist zeitlich und räumlich begrenzt.
Es schafft ein geschütztes Umfeld, in dem ungezügeltes, kathartisches Verhalten möglich ist. Dieses Ausdrücken von unzensierten Handlungen erzeugen einen Teil der das Stück prägenden Ästhetik.
Es ist Material entstanden, welches tanz-theatralische Züge trägt und von sozialem Verhalten geprägt ist. Wir raufen, liebkosen und schaukeln uns gegenseitig in diesen Szenen. Irrationale Handlungsimpulse bestimmen unsere Interaktionen und unsere Beziehungen. Sie lassen intime Momente der Nähe entstehen, die sich im Verlauf des Stückes verflüchtigen und wieder neu installieren.
In anderen Szenen heben wir die grafischen Eigenschaften der Seile, und die skulpturalen Eigenschaften des Körpers hervor. Es entstehen Bilder im Schweben und unbewegten Ausharrens in der Luft. Im ‘Fliegen’ – was einerseits den bodenlosen Zustand und andererseits die mentale Erfahrung während einer Suspension Bondage beschreibt- verändert sich die räumliche und zeitliche Wahrnehmung, bis hin zu dem Gefühl ihrer Auflösung. Für die hängende Person aber auch für den Zuschauer entsteht ein meditatives Moment.
Man muss sich vorstellen man hängt. Ich beschreibe es als Auflösung, als einen ‘nichts-nahen’ Moment:
Widersprüche wie Aktivität und Passivität, Konzentration und Loslassen, Bewegung und Stagnation werden aufgehoben. Die Annäherung an diesen Zustand verfolgen wir über die Wahrnehmung von Zeit und durch die Bewusstwerdung dessen womit sie gefüllt ist: mit der Überforderung des geistig- emotionalen und des körperlichen Systems, mit biochemischen Reaktionen des Körper in der Luft, dem ständigen Wechsel zwischen einer neutralen beobachtenden und einer beurteilenden Perspektive über den entkleideten, hängenden Körper. Die stille Teilnahme am inneren Dialog vermischen sich mit der mentalen Beschäftigung des Schmerzreizes, der durch die Aufhängung ( Suspension Bondage ) hervorgerufen wird. Aushalten, Verarbeiten oder Umjustieren sind die verbleibenden Möglichkeiten. Durch das gewahr werden dieser Veränderungen suchen wir in den Augenblick zu gelangen, und weder mit dem Körper noch in Gedanken abzuschweifen. Sollte dies doch einmal passieren, so entstehen Momente von Abwesenheit oder Mittelmäßigkeit, die wir für den Zuschauer erkennbar machen und somit lesbar und erfahrbar.
Die Abfolge der einzelnen Szenen ist festgelegt. Der Lauf des Seils ist durchdacht und funktioniert als Choreografie am Körper. Innerhalb der einzelnen Szenen gibt es Raum für Interaktionen, die sich aus dem Moment entwickeln. Die dabei entstehenden Erfahrungen der Tänzer entscheiden über Stimmungen im Raum, welche von Aufführung zu Aufführung variieren.
Das Szenenmaterial unterscheide ich nach verschieden Gesichtspunkten.
Das wesentlichste Merkmal besteht darin mit dem Boden in Kontakt zu sein oder nicht im Bodenkontakt zu sein, und in den möglichen Variationen dieser räumlichen Anordnungen: zwei Personen am Boden, eine hängend, kopfüber im Bodenkontakt, eine oder mehrere Extremitäten am Boden etc. Desweiteren stelle ich lebhafte, wilde und agile Szenen solchen mit abstrakten, meditativen und verharrenden Eigenschaften gegenüber.
Die Dauer der einzelnen Szenen wird von folgenden Kriterien beeinflusst: von der körperlichen Fitness der hängenden Person ( der Energieaufwand, den man benötigt um sich hängend entgegen der Schwerkraft aufrechtzuhalten, ist tagesformabhängig und in jedem Fall hoch ), von den Fähigkeiten den durch Druckreiz entstehenden Schmerz zu verarbeiten und zu verändern ( hier arbeiten wir mit sogennanten Techiken des ‘Painprocessing’s’ nach denen Schmerzen herausfordern, aber nicht zur Tortur werden sollen). Das Arbeiten in diesen Grenzbereichen beeinflusst die Dramaturgie insofern, als dass physische, emotionale erschöpfungsnahe Zustände einem Szenenwechsel Sinn geben.
Sinnbildlich funktioniert die Choreografie als Matrix. Dieses Gebilde verdichtet sich erst im Verlauf des Stückes, wenn wir die richtigen Gesten, Blicke und Aktionen für einander finden. Je unverfälschter uns dies gelingt, desto sinnvoller entwickelt sich der emotionale Spannungsbogen.
Stoffe und Farben der Kleidung und des Bühnenbildes erzeugen eine warme, sommerliche Stimmung. Zur Zeit besteht die Zusammenstellung aus einer Cross-over Lösung aus ‘Berlin Mitte Fashion’, Lingerie und traditioneller Kimono Robe. Um unsere sinnlichen Seiten mehr zu untermalen sollen die Adidas Shorts noch durch einen fetishorientierteren Look ersetzt werden. Ich nutze einen autosuggestiven, psychologischen Ansatz als Kleidungskonzept.
Hiernach werden emotionale Anteile über den Mechanismus der Dissoziation ausgelagert. Ich spreche zumeist mit Scham verbundene Anteile und damit einhergehende Ängste an. Indem ich diesem Anteil durch Nacktheit oder ein passendes Kostüm betone, gebe ich ihm eine Form, nehme ihn wahr und agiere nach seiner Fasson. Der Blick von außen bestätigt uns zusätzlich in diesem Prozess.
Since the age of five, Dasniya Sommer was taught in Yoga and Abhidhamma Buddhist Philosophy by her family. She received her dance education at the Ballet Academy Hans Vogl in Berlin, at Dance Space Centre in New York, and performed with the Staatsballett Berlin. Among her dance and Yoga teachers were Kun Ben, Stefan Dreher, Susan Klein, Risa Steinberg, Daniel Lepkoff, Julyen Hamilton, the Labor Gras collective and Jo Siska.
During her early 20s, she worked as a model for Vivienne Westwood, Sonia Rykiel, and Howard Schatz, and trained at Reha Akademie Berlin in Physical Therapy. Between 2007 and 2009 Dasniya founded and developed the venue Schwelle7, an experimental project space in Berlin, with the Choreographer Felix Ruckert.
The present focus of her choreography and performance is Shibari, (Japanese rope bondage), which she has studied with practitioners Osada Steve, Chanta Rose, Arisue Go and Kinoko. She teaches workshops combining this with yoga in Berlin and across europe.
Her work gained wider recognition in contemporary dance through her solo performance MA√ 15 { idiosyncrasy } || sin x = ly – fx²¯, using ballet, meditation, and self-suspension techniques, presented by Tanztage Berlin 2009 and Arte.
In 2010 the Museum of contemporary Art “Kiasma” in Finland presented a participatory Rope Installation as part of the “Theatre Now” Festival.
Most recently, she performed with the Helena Waldmann Company, and was part of the artistic team in Roméo Castellucci’s staging of the opera, Parsifal at La Monnaie | De Munt in Brussels.
Dasniya’s research is strongly influenced by her theoretical studies in philosophy and analytical feminism, which she undertakes at the Humboldt University of Berlin. She reflects on questions of body concepts and ethics in her stage work as well as her teaching.
In her current artistic collaboration with the performer and choreographer Frances d’Ath she examines structural aspects of Shibari, without following traditional notions of gender roles and its fetishised aesthetic.

Verstrickt in der Sinnlichkeit – Im Brüsseler Opernhaus La Monnaie inszeniert Romeo Castellucci einen Parsifal Richard Wagners, der Elemente traditioneller Aufführungspraxis neben experimentelle wie eine Bondage-Choreographie stellt, und polarisiert so das Publikum. Ein Erfahrungsbericht von Martin Hinze.
Nach drei Fanfarenstößen schließen die Platzanweiser die Türen, alle Lichter erlöschen, selbst die Anzeigen der Sitzreihen in den Gängen. Absolute Finsternis und Stille, man sieht buchstäblich nicht mehr die Hand vor Augen.
Einen Moment wird man mit diesem Sinnesentzug allein gelassen, bis, einstimmig und sehr leise, Klänge von Streichern mit der Ouvertüre das Bühnenweihfestspiel eröffnen. Langsam wie ein Sonnenaufgang erhellen Scheinwerfer auf der Bühne den dichtesten Wald, der je auf einer Opernbühne zu sehen war – ein Wald »schattig und ernst, doch nicht düster«, wie es im Libretto heißt. Der halb hinter dichtem Laubwerk verborgene Gurnemanz, Hüter des heiligen Gralswaldes, singt Weckrufe für seine noch schlummernden Knappen. Der Zuschauer reibt sich wie sie die Augen. In dieser Idylle schwebt und windet sich hoch in den Wipfeln und ungesehen eine große weiße (und echte) Python, das Wappentier der Produktion.
Noch bevor die Hüter des heiligen Haines davon singen können, bezeugt die Präsenz der Schlange, dass sein paradiesischer Frieden bedroht ist. Die Entfesselung dunkler Triebe und erotischer Obsessionen lauern hinter dem Wald in der Feste des vom Gralszirkel verstoßenen Klingsor, der sich der Zauberei geweiht hat.
Wegen Wagners extremem Antisemitismus, wie er ihn z. B. 1869 in seiner Publikation Das Judenthum in der Musik formuliert, ist sein Werk seit dem Nationalsozialismus nur noch schwer zu genießen.
Damit provoziert er bereits im 19. Jahrhundert Widerspruch. Vor allem aber ist es zu seiner Zeit die permanente und explizite Thematisierung erotischer Begierde, die ihn zu einem problematischen Autor macht.
In Wagner and the erotic Impulse zeigt Laurence Dreyfus, wie Wagner in der Tiefe der musikalischen Struktur eine Sprache sinnlicher Liebe entwickelt. Dreyfus dokumentiert die verstörten Reaktionen zeitgenössischer Hörer, wie etwa von Gustave Stoeckel, einem zukünftigen Professor für Musik. Der berichtet nach der Premiere der Walküre 1876 von einer »ethischen Anarchie« durch das gefährliche »Wecken schlafender Leidenschaften«:
All aesthetics, theory and morals, are chased out of one; one’s breath is bated and the beating of the heart seems to stand still, the whole soul bewitched by an irresistible power…. During the performance, all that is sensual in human nature is wrought up to its wildest activity by the alluringly tempting music 1.
Die Brüsseler Version des Parsifal aktualisiert jene Kontroverse. Die Opernwelt schien nach den inszenierten Massenvergewaltigungen des Regisseurs Calixto Bieito – viel später als das Theaterpublikum – kaum noch moralische Tabus zu kennen. Doch selbst an der um moderne Bilder bemühte Oper La Monnaie gelingt es dem Parsifal Castelluccis auf subtilere Weise für kleine Eklats zu sorgen. Welche Inszenierung kann Zuschauer schon noch derart erregen, dass sie nach der Vorstellung in der Kälte am Künstlerausgang warten, um die Darstellerinnen strittiger Rollen schreiend und derb zu beleidigen?
Anstoß genommen wird am 2. Akt, der nach dem mächtigen Wald des 1. Akts in einem klinisch sterilen weißen Raum spielt. Dort erwartet Klingsor Parsifal als mächtigsten Helden und letzten Gegner. Der Kampf wird nicht mit den Waffen von Rittern geführt, sondern mit erotischer Begierde. Klingsors Schar von feenhaft schönen, lasziven Blumenmädchen versucht, Parsifal zu verführen, so dass dieser seine Keuschheit zugunsten – um den Begriff des 19. Jahrhunderts zu gebrauchen – der Sinnlichkeit aufgibt. So ist es bereits verschiedenen Rittern des Grals und schließlich ihrem König Amfortas ergangen.
Klingsor, gekleidet in eine Koch- oder Schlachterschürze, fesselt vor dem staunenden Parsifal drei der fast nackten bis nackten Blumenmädchen. An den Seilen, mit denen sie gefesselt sind, werden sie hoch in die Luft gehängt, sie drehen und winden sich, schwerelos. Die Ästhetik der aus Japan stammenden Shibari-Bondage flicht Seile in gebrochenen Linien um die Körper der Tänzerinnen und bringt etwas Fremdländisches in das von christlicher Symbolik bestimmte Stück. Eine der aufregendsten musikalischen Passagen fällt in diese Szene: herzzerreißend schön ist der in zwei Chorgruppen in gegenüberliegenden Logen geteilte Stereogesang der Blumenmädchen, die – »komm, komm« – Parsifal sirenengleich zu sich herablocken wollen. Andere Blumenmädchen tanzen weiter hinten mit der mechanischen Präzision einer großen Revue.
Die Nacktheit lädt zum Vorwurf der Pornographie ein, ist aber aufgrund verschiedener Wege der Verfremdung nicht gerecht. Da ist die klinisch weiße, kahle Bühnengestaltung dieser Szene. Auch die Haut der Blumenmädchen ist weiß bemalt, sie tragen alle die gleiche Perücke, und sehen dadurch puppenhaft ähnlich aus. Vor den Guckkasten der Bühne ist ein transparenter Schleier gespannt, der zum einen Videoprojektion auffängt, und es zum anderen dem Auge weiter erschwert, Details zu unterscheiden. Es findet also wieder, wie mit der Finsternis zu Beginn des Stückes, eine Restriktion visueller Wahrnehmung statt, die mit der körperlichen Restriktion der Gefesselten korrespondiert.
Der Vorwurf einiger Gäste, den Parsifal mit Sadomaso-Spielen zu entweihen – ungeachtet der künstlerischen Geschlossenheit der Inszenierung – hilft, ihre Anlage besser zu verstehen. Es ist ein aus Wagners Tagen bekannter Konflikt: die niedrige und rohe Massenkultur bedrohe die Tempel der erhabenen, hohen Kultur. Die Gattung »Bühnenweihfestspiel«, die Wagner seinem Parsifal zueignete, zeugt vom sakralen Anspruch einer Kunst, die nur als Gottesdienst angemessen zelebriert werden kann.
Die Inszenierung scheint mit diesem Misstrauen gegenüber der kommerziell korrumpierten Kultur der Massen bewusst zu spielen, indem sie im 3. Akt die Massen auf die Bühnen holt. Während der siegreiche Parsifal heilige Geisteszustände des erwählten Einzelnen durchlebt, gehen eng um ihn herum Hunderte Freiwillige in ordinärer Kleidung, wie eine Massendemo, auf das Publikum zu und verkehren durch ihre Anzahl das Verhältnis von Betrachtern und Betrachteten.
Castelluccis Parsifal ist, das Bühnenbild betreffend, zugleich widersprüchlich und in sich geschlossen: widersprüchlich aufgrund des Nebeneinander barock opulenter und experimentell extrem reduzierter Bilder, in sich geschlossen dank der selbstreflexiven Verbindung des Disparaten.
In der Massenszene des letzten Aktes kehrt gegen Ende die weiße Python zurück und schmiegt sich zwischen den Vielen um Schultern und Hals einer Tänzerin. Als schließlich der Applaus ertönt, haben Publikum und Darsteller einen Opernabend durchlebt, der einigen Mut und Bereitschaft zu ungewöhnlichen Erfahrungen verlangt.
1. Gustave Stoeckel: »The Wagner Festival at Bayreuth« in: The New Englander, New Haven: W. L. Kingsley, vol. 36 (1877), issue 139, S. 276, online unter http://digital.library.cornell.edu/n/nwng/.
In Berlin finden vom 28. November bis 11.Dezember keine Kurse statt. Yoga/Shibari Termine im Dezember: Mitttwoch 14. & 21.
No workshops in Berlin from November 28th until Dezember 11th. Workshops in December: Wednesday 14. & 21.
Für jene, die Seiltechniken lernen/weiterentwickeln möchten gibt es am Sonntag den 20. November einen eintägigen Workshop von 14-20 Uhr in der alten Kantine der Uferhallen Kulturwerkstatt. Mehr Infos auf Anfrage.
Adresse: ‘Teatris’, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin- Wedding, U8/U9 Pankstr/Osloerstr
Kosten: 40 Euro
2.,9.,16.,23. November von 19 – 23 Uhr im Teatris Hallenprojekt der Uferhallen Kulturwerkstatt
Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8 Pankstr/U9 Osloerstr, Kosten 15/20 €
Mehr Infos
English Text
Am 5. Okt. gibt es nach dem Yoga & Shibari Workshop ein informelles Showing der Performance MA √ 15’ { idiosyncrasy } | sin x = ly – fx²¯
Wann: ca. 23 h
Wo: Uferhallen Kulturwerkstatt, Berlin-Wedding
Mehr Informationen
On Oct. 5th there will be a showing of round 23 h at Uferhallen Kulturwerkstatt, @ ‘Teatris’ in the old canteen
More information & map
5.,11.,17.,26. Oktober von 19 – 23 Uhr im Teatris Hallenprojekt der Uferhallen Kulturwerkstatt
Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8 Pankstr/U9 Osloerstr, Kosten 15/20 €
Mehr Infos
English Text
Dates:
2/ 3/ 4 July 2010
Hours:
12 – 6 pm ( one hour break )
Costs:
€120, students and low income €100
Please bring tracksuits, food, and ropes if available. If you don’t own Shibari ropes yet, we will provide them.
Location:
Charleroi/Danses – La Raffinerie
Rue de Manchester 21
B-1080 Bruxelles
Registration: email hidden; JavaScript is required
Ab dem 1. Juni 2010 findet die Shibari Technik Klasse jeden Dienstags von 20 – 22 im Buffet – Queer Art Studio statt.
Ort: Schlesische Straße 38
2nd backyard: ‘Mühlengebäude’
First Floor
10997 Berlin Kreuzberg
Yoga findet jeden Mittwoch von 20 – 22 h im Heilehaus statt.
Ort: HeileHaus
Waldemarstr.36
HH / 2. OG
10999 Berlin – Kreuzberg
Diese Woche ( 12.,13. Mai ) finden keine Bondage Klassen statt.
Nächster Termin ist Mittwoch 19. Mai 2010: Rope Techniques
No Yoga & Bondage classes on Mai 12th,13th 2010.
Next Workshop will be May 19th 2010: Rope Techniques
Location:
“Buffet – Queer Art Studio”
Schlesische Straße 38 II.
HH Mühlengebäude, I OG
10997 Berlin Kreuzberg
U1 Schlesisches Tor
→ Lesen: ein Interview über die Beziehung zwischen Yoga, Japanischer Bondage und wie ich dazu kam.
→ Tanzdokumentiert: ‘G4′ ein Luftgitarrenkonzert vom November letzten Jahres (video)
→ Bilder: eine Auswahl der Fotostrecke für ‘Sang Bleu’ auch vom Dezember 2009 (photos)
→ DVD: Dasniya Sommer – Shibari 2008-2009
‘MA √ 15’..’ integriert Meditationen in das Ritual einer Selbstaufhängung. Ausgangsmaterialien für das Solo lieferten Spitzenschuhe, 70 Meter Hanfseil und der Farbton Türkis. Die im Probenprozess entstandene Figur trägt medusenhaft mystische Züge, erinnert aber auch an eine junge satyrische Punkerin. Sie feiert gedankliche Stille und begrenzt ihr Freisein mit Stricken. Indem sie die Blöße ihres Körpers schier überzeugend ausstellt, zeigt sie dem Zuschauer nicht nur körperliche Nacktheit.
Neben der Konvention ein Fesselritual zu zweit oder zu dritt zu praktizieren gibt es die Möglichkeit den eigenen Körper von der Decke abzuhängen. Dieser Akt wird im Bondage Jargon als ‘Selfsuspension’ – ‘Selbstaufhängung’ bezeichnet, und wird traditionell von Frauen ausgeführt und aufgeführt.
Dabei steht weniger die Sehnsucht nach Vertrauen gegenüber einer fesselnden Person im Vordergrund, sondern vielmehr die Ausführung einer freiheitlich geformten Geste. Einschränkungen werden eigenhändig vorgenommen, genauso wie die Entfesselung selbst gelegter Seile.
Wir beginnen die Klasse mit Entspannungsübungen am Boden. Dabei spielen Atembeobachtung und- führung, sowie eine kurze Reflektion über die Körperhaltung eine Rolle. Unterschiedliche Rhythmen der Atmung und Positionsveränderungen werden als kontinuierliche und zusammenhängende Prozesse wahrgenommen.
Der Aufbau einzelner Asanas ( Yogahaltungen ) wird detailliert ausformuliert. Die Unterrichtssprache orientiert sich an der Ausrichtung des Knochenbaus, und verdeutlicht die räumliche Beziehung zwischen den Körperteilen. Koordination von Muskelspannungen, Halten des Gleichgewichts oder Drehbewegungen in der Wirbelsäule werden in unterschiedlich herausfordenden Posen geübt.
Da die Niveaus der Teilnehmer_innen verschieden sind, gebe ich individuelle Hilfestellungen. Stilistisch ist die Klasse von meiner 25 jährigen Yogapraxis in Hatha, Iyengar bzw. Ashtanga Yoga geprägt. Philosophisch bin ich mit dem sogenannten Abidhamma System vertraut (integriere dieses aber nicht in den Unterricht), sowie mit Vipassana Meditation.
Nächste Termine: 1.,8.,15.,22., und 29. Februar 2012, Mittwoch
Von 19 – 20.45 Uhr
Unterrichtssprache: deutsch/englisch
Kosten: 10 Euro pro Abend
Fragen und Infos unter email hidden; JavaScript is required
Location:
Teatris Hallenprojekt der Uferhallen // Uferstr 8-11 // 13357 Berlin // U8 Pankstr
U6 Nauener Platz / M27 Pankstr
Von der Badstraße kommend befinden sich die Uferhallen auf der rechten Straßenseite -> Geländeplan


October 7th & 8th, 2011 at the International Festival of Contemporary Arts
City Of Women in Ljubljana, Slovenia
Weekend Workshop December 10th,11th, 2011 at Bains Connective, Brussels
Sat&Sun 12-6 pm. Early registration until Nov. 18th: 100 €,
after November 18th 120 €
Workshop description
Eine installative Shibari Performance von Frances d’Ath und Dasniya Sommer. Entstanden während einer zweiwöchigen Residenz in Brüssel im BainsConnective. Öffentliches Showing: Freitag 9. Dezember 2011, 19 Uhr
Adresse:
Bains Connective, Bondgenotenstraat 54 rue des Alliés, 1190 Vorst/Forest, Brüssel
Probenskizze
Blog Frances d’Ath
14.,21.,28. September von 19 – 23 Uhr im Teatris Hallenprojekt der Uferhallen Kulturwerkstatt
Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8 Pankstr/U9 Osloerstr, Kosten 15/20 €
Mehr Infos
English Text
August 27th,28th Saturday&Sunday // 12-18 h // at Laboratorio de Fantasmas
Santiago Estévez 29 3ºD Madrid // Costs 70 €
Language: English/German/Translation to Spanish
More information and registration: email hidden; JavaScript is required
Técnica Bondage Japonés Spanish Text
Shibari Technique English Text
→ Lesen: Kotoba Shibari
i) Yoga & Shibari Berlin July:
Two classes in July Wednesday 6th & 27th // 19- 23 h // at Uferstudios, Studio 2
Uferstr 8-11/23 // 13357 Berlin // U8 Pankstr/U9 Osloerstr // Kosten 20/15 €
ii) Yoga & Shibari Berlin August:
Two classes in August Monday 1st & 8th // 19- 23 h // at Uferstudios, Studio 1
Uferstr 8-11/23 // 13357 Berlin // U8 Pankstr/U9 Osloerstr // Kosten 20/15 €
Der Yoga & Bondage Kurs findet wie gewöhnlich statt. Wissenswert ist allerdings, dass der Unterricht von einem kleinen Kamerateam begleitet wird. ‘Filet Film’ dreht momentan eine Reportage für RTL, über meine Arbeit als Balletttänzerin und das Yoga & Bondage Konzept.
Außerdem werden Frances d’Ath und ich vom ‘London Festival of Japanese Rope Bondage’ erzählen, und gegen 23 h eine 20 minütige Performance zeigen.
Thursday April 8th
Todays class will be filmed by ‘Filet Film’ for a reportage on my work as ballet dancer and the concept of Yoga and Bondage.
Additionally Frances d’Ath and me will be talking about last weekends ‘London Festival of Japanese Rope Bondage’, and show a 20 minute Performance around 23 pm.
Sunday April 4th 2010 / 11pm @
‘London Festival of the Art of Japanese Bondage’
Address: Resistance Gallery // 265 Poyser Street
Bethnal Green // London E2 9RF
Tickets und Info:
japaneseropebondage.co.uk
Jeden Mittwoch Shibari Technik in Kreuzberg
(Letzte Woche des Monats Dienstags zur selben Zeit!)
Mi 20 -22 h
Erster Termin: 17. Februar 2010
Ort: “Buffet – Queer Art Studio”
Mehr Information
25. – 27. Feb 2010
Th 19 – 23 h
Fr & Sa 12 – 18 h
Description
Mittwoch 25.11., 9.,16.12.2009, 9 bis 12 h
im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks
Ort: Audimax // Humboldt Universität Berlin // Unter den Linden 6
mehr unter: Bildungsabhänge
8. Dezember / 13 – 18 h
Ort: Schwelle7
An diesen Abenden werden wir uns hauptsächlich mit der technischen Seite der japanischen Seilkunst beschäftigen. D.h. mit verschiedenen Harnessen und Hängungen bis sie sitzen, und immer wieder mit den Basics für alle Dazukommenden.
Mit etwas Konzentration hoffe ich, dass wir ein gut ausgeglichenes Niveau erreichen. So könnten wir neben den persönlichen Spielen längerfristig an eine Grundlage für eine Gruppeninszenierung denken.
Nebenher freue ich mich auf eine lockere Atmosphäre zum Schnacken, Schauen und Schnabulieren. Bringt Seile und etwas Zucker mit für zwischendrin!
10 € pro Person
Infos: email hidden; JavaScript is required
Every Tuesday Shibari Technique 20 – 22 pm I am teaching an additional and regular Shibari class in Kreuzberg (only in the last week of the month we’ll be working on Tuesday!). The focus lies on the technical aspects of Japanese Rope Bondage and on how to tie, untie and suspend a person.
By clearly engaging in the technique we will try to raise our technical levels and see how they can be combined. On a long run, we could think of a staged group situation besides the individual games.
Everybody is welcome, complete beginners and the advanced Shibari fans. We’ll be working in groups of different levels in an easy going space with time to talk, spectate and try.
Bring ropes if possible and sweets to refuel!
10 € per person



Adresse:
Kontakt: email hidden; JavaScript is required RSS News Feed Twitter
A five day research/workshop with Todellisuus Tutkimuskeskus in Helsinki, Finland
When: February 23th to 27th, 2012
Showing: Feb. 26th
Max: 12 participants
Costs 100 Euro
Working sketch
Am Samstag den 11. Februar von 14-20 Uhr. In diesem Kurs behalten alle die Seile in den eigenen Händen. Wir üben quasi Aerial-Multitasking. Dazu gehören Seil- und Atemtechniken mit physischen Intensitäten, Entspannungsmomenten und Kraft zu koordinieren… Knotentechnisch verwenden wir traditionelles, und unseren liebgewonnen Anarchostil*. Kosten 40 Euro. Anmeldung und Info: email hidden; JavaScript is required
Self-Suspension Workshop in February, on Saturday 11th, 14-20 h.
We will take apart the complex act of self- suspension. Coordinating rope technique, strength, breath, relaxation and physical intensities in the air.
Using traditional knots and our beloved anarchic style*.
Costs: 40 Euro. More information and registration: email hidden; JavaScript is required
Mittwochs Yoga & Shibari im Wedding. 1., 8., 15., 29. Februar, 19-23 Uhr.
Ort: Uferhallen Kulturwerkstatt, Alte Kantine, Teatris, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin,
U8 Pankstr/U9 Osloerstr. Kosten 20/15 Euro
Workshop Text
Kein Kurs am 22. in dieser Woche unterrichten wir in Finland
Every Wednesday there will be Yoga & Shibari in Berlin-Wedding. February 1., 8., 15., 29. Location: Uferhallen Kulturwerkstatt, Alte Kantine, Teatris, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8Pankstr/ U9 Osloerstr. Costs: 20/15 Euro
Workshop text english
No class on the 22nd we will be teaching in Finland then
Der regelmäßige Mittwochs Kurs läuft im März weiter
Jeden Mittwoch Yoga & Shibari im Wedding. 4.,11., 18., 25. Januar, 19-23 Uhr.
Ort: Uferhallen Kulturwerkstatt, Alte Kantine, Teatris, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin,
U8 Pankstr/U9 Osloerstr. Kosten 20/15 Euro
Workshop Text
Every Wednesday there will be Yoga & Shibari in Berlin-Wedding. January 4th, 11th, 18th, 25th. Location: Uferhallen Kulturwerkstatt, Alte Kantine, Teatris, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8Pankstr/ U9 Osloerstr. Costs: 20/15 Euro
Workshop text english
Am Sonntag den 22. Januar von 14-20 Uhr. In diesem Kurs behalten alle die Seile in den eigenen Händen. Wir üben quasi Aerial-Multitasking. Dazu gehören Seil- und Atemtechniken mit physischen Intensitäten, Entspannungsmomenten und Kraft zu koordinieren.. . Knotentechnisch verwenden wir traditionelles, und unseren liebgewonnen Anarchostil*. Kosten 40 Euro. Anmeldung und Info: email hidden; JavaScript is required
Self-Suspension Workshop in January, on Sunday 22nd, 14-20 h.
We will take apart the complex act of self- suspension. Coordinating rope technique, strength, breath, relaxation and physical intensities in the air.
Using traditional knots and our beloved anarchic style*.
Costs: 40 Euro. More information and registration: email hidden; JavaScript is required
Am Mittwoch den 14. Dez. zeigen wir um 22.30 Uhr das Video unserer jüngsten Performance Recherche. Das Material ist während einer zweiwöchigen Residenz im Bains Connective, Brüssel entstanden. Text
Wann: 22.30 Uhr, nach dem Yoga & Shibari Kurs
Adresse: Uferhallen Kulturwerkstatt, Alte Kantine, Teatris, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8 Pankstr/U9 Osloerstr, Geländeplan
14. & 21. Dezember von 19 – 23 Uhr im Teatris Hallenprojekt der Uferhallen Kulturwerkstatt
Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, U8 Pankstr/U9 Osloerstr, Kosten 15/20 €
Mehr Infos
English Text
Für jene, die Seiltechniken lernen/weiterentwickeln möchten gibt es am Sonntag den 18. Dezember wieder einen eintägigen Workshop von 14-20 Uhr, in der alten Kantine der Uferhallen Kulturwerkstatt. Schwerpunkt wird die Verbindung von traditionellen und Messy- Stilen sein. Anschließend schlürfen wir Wintersuppe und was Ihr sonst noch zaubert. Mehr Infos auf Anfrage.
Adresse: ‘Teatris’, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin- Wedding, U8/U9 Pankstr/Osloerstr
Kosten: 40 Euro


Vom Bauch aus verlaufen Hängeseile schnurstracks zu den GöttInnen. Eingeflochten zählen sie fünf und befinden sich innerhalb der Ringebene. Deko kollabiert, wenn sich Zehen bäumlinks in die Seile spreizen. Muster berstender Kapillaren zeichnen Zellen vierdimensional und rosig. Oder: Nebenher eine Arie zu singen gleicht vierschichtigen Suspensionen.
‘Futo Momo Zuri’ ist der Name der Figur, die zum Hängen taugt. Nicht zu fest, wegen des wallenden Qi’s und unordentlich, sonst bleibt es realistisch. Ein kastrierter Klingsor weiß, dass Schwindel nicht kopfunter gilt. Er zeichnet Blumenmädchen immerhin als Leute aus, auch wenn Mehrwissende nur Ähnliches behaupten. Knotenreduktion sollte also nicht bloß propagiert werden, sondern hier und da auch Verblassendes erfassen.
Läuft das Hauptseil gerade in die Krone, zählen eingebundene Haxen gleich etliche Knoten. Ihre Dichte in der Tiefe erreichend, bilden sie multidimensionale Netze, die außerhalb des Ringes niemanden mehr tangieren. Fasern mit geringerem Schlag erreichen diese Festigkeit nicht.
Und während in Tokyo zärtliches Gepräge sittet, befinden wir uns in London, 51° 30′ 33.8″ N, 0° 7′ 5.95″ W. Hier bedienen wir uns der Kunst, die nicht festschreibt, wer im Lande schnüren sollte. Auch nicht in visceraleren Momenten. Wider diesen Abbildungen müsste Kernigeres imaginiert werden, denn nicht bloß leichtbeschwerte Jute erhellt den Augenschein, im Gegenteil, am Ende steht immer noch aus, wer mensch in der Schwebe gewesen.

Im Februar findet wieder eine dreitägige Einführung in die japanische Seilkunst ‘Shibari’ statt.
Mit Hinblick auf ein sinnliches Spiel zu zweit oder auf akrobatische Hängebondage, wird ein breites Fundament spielerischer und inszenierter Verwendungsweisen von Fesselungen vorgestellt.
Ich verbinde die Seilpraxis mit Yoga und anderen Bewegungssystemen wie Tanz, Berührungstechniken und Körperkomposition.
Technisch möchte ich die Ausführungen eines Grundknoten und die Oberkörperfesselung ‘Takatekote’ erarbeiten. Außerdem soll ein anfängliches Verständnis für ästhetischer Prinzipien dieser kodifizierten Technik entwickelt werden.
Indem wir verschiedene Spielstrategien austesten, unser Gegenüber verwöhnen und herausfordern, werden wir kardinal
Emotionen zwischenmenschlicher Kommunikation ansprechen. Machtgefühle, Hingabe und Lust können Teil
davon sein.
Nach Möglichkeit eigene Seile, Trainingshose, Spieloutfit und einen Pausensnack mitbringen.
Termin: 25.-27.02.2010 // Do 19 – 22 h, Fr&Sa 12 – 18 h mit Pausen
Kosten 150 Euro
An orthodox Shibari aesthetics is taught in this workshop. By studying the principles of restriction, suspension and floor work, secure and playful moments can be created.
We will look at basic knots of a codified system and at efficient ways to bind the body. The bondage ‘Hojo Hishi Nawa’ and ‘Takatekote’ with two ropes outline the multiple options to decorate and restrict the upper body. ’Yukimura Technique’ leaves space for leg work and improvisation.
Other parts of the workshop will be concerned with the chemistry between participants. Through movement exercises such as Yoga and through techniques of touch, personal and artistic aspects can mix with sensual imaginations.
Please bring training pants, evening dress, a snack and personal ropes if possible.
Dates: 25.-27.02.2010 // Thurs 19 – 22 h, Fri&Sat 12 – 18 h with pauses
Costs 150 Euro
Registration and Information at: email hidden; JavaScript is required
www.dasniyasommer.de
Location:
Schwelle7
Uferstr 6
13357 Berlin – Wedding
www.schwelle7.de
1) Yoga und Bondage:
July 11 – 15, 2011, Monday to Friday 12 – 18 pm
Max 20 people
Costs: 120 Euro
2) Shibari Technique Advanced
July 16th & 17th, Sat&Sun 12 – 18 pm
Max 12 people
Costs 100 Euro
Some photos from last year’s workshop at La Raffinerie.
Download the Yoga & Bondage workshop description:
Yoga + Shibari Brussels Text.
Samstag & Sonntag 12 – 18 Uhr // Max 20 TeilnehmerInnen
Kosten 120 Euro/ 100 Euro Studierende / Geringverdiener
Download the Yoga & Bondage workshop description:
Yoga + Shibari Text.
Contact Dasniya at email hidden; JavaScript is required
Sunday, May 8th / 10pm @
MicaMoca Project Berlin
Lindower Straße
13347 Berlin
→ Lesen: »Ethische Anarchie« Von Martin Hinze
Im Rahmen des ‘NACHTUNDNEBEL’ Kunstparcours Neukölln
Südroute ( S 44 ) bei ‘Roth 01 Lichtdesign’ // Herrfurthstr.10 // U8 Boddinstr.
Samstag 7. November 2009
Performance Beginn: 23.30 h // Eintritt 1 Euro
mehr unter: http://www.nachtundnebel.info
Bild 0020
Weekend Nov 14th & 15th 2009
12 – 20 h
(No yoga class on Sunday, November 15th)
Yoga findet bis zum Jahresende 2009 in den unten stehenden Räumenstatt statt:
Sundays from 19 – 21 h
Schwelle7:
6.9; 20.9; 27.9; 18.10; 8.11; 22.11; 2009
Adresse: Schwelle7 // Uferstr.6 // 13357 Berlin // HH I OG // U8 Pankstr U9 Osloerstr
Uferhallen:
11.10; 25.10; 1.11; 29.11; 6.12; 13.12; 20.12.2009
Adresse: Uferstr. 8 // 13357 Berlin // Aufgang C – hinter dem Tor ( U ) rechts halten
August 22 / 23 2009
14 – 18 h
July 31 / August 1 2009
11- 15 h / 14 – 18 h
Sundays at 7 pm upon registration before the previous Friday
( the class will take place with a minimum of three participants, duration 2 hours // 10 €)
28.04. – 01.05. 2009
28.: 10 – 15 h
29.: 10 – 15 h
30.: 19 – 24 h
01.: 13 – 18 h
Arte Lounge in der Maria am Ostbahnhof
Sonntag, 19. April 2009 // Beginn 19 Uhr
Maria am Ostbahnhof
Am 11. November 2009 besetzten Studenten und Studentinnen das Audimax der Humbolt – Universität zu Berlin. Seitdem nutzen sie den Raum um ihre Forderungen zu erarbeiten und um ihren Protest zu organisieren. Es haben sich Arbeitsgemeinschaften gebildet, die jeden Abend in einer Plenarsitzung ihre Ergebnisse zur Diskussion stellen.
Das Audimax wird aber auch genutzt, um in laufenden Vorlesungen auf den Bildungsstreik aufmerksam zu machen, zuletzt mit einer Protestinszenierung von Dasniya (29). Die Gaststudentin und darstellende Künstlerin seilte sich während einer Juravorlesung in einer dreistündigen Performance über die Köpfe der Studierenden ab.
“Unter anderem möchte ich die StudentInnen ansprechen, die den Protest nie begonnen oder bereits abgestempelt haben. Und diejenigen, die von schleppenden Forderung nach Abschaffung der Anwesenheitskontrollen genervt sind, ..oder abgeschreckt sind von skandierten Forderungsparolen. Deshalb habe ich eine körperliche, assoziative Protestform gewählt, die im normalen Bildungsalltag stattfindet. So werden irritierende Unterrichtsmomente geschaffen, wie eben dieser ‘unstudierbare Studienplatz’ in der Luft.”
Die Reaktionen der SeminarteilnehmerInnen sind verschieden. Der aussichtslose Versuch von der Decke hängend eine Vorlesung mitzuschreiben wird mit Zwischenapplaus und unsicheren Blicken kommentiert. In der Pause noch ein Wortwechsel zwischen der Akteurin und dem Professor, sowie stündlich eine Scheibe Tostbrot für die Hängengebliebene des deutschen Bildungssystems.
Text: J.B.
The DVD contains a selection of rope performances, photographs and talks on projects from 2008 – ’11
Costs: 20 Euro plus postage
To order: email hidden; JavaScript is required
Performances:
Photo:
Media (interviews and documentaries):

From April 13th until the end of June there will be a regular ‘Yoga and Shibari’ class in Kreuzberg:
The class starts with a 90 min Yoga warm up. After the pause we continue with Shibari Technique and movement structures inspired by contact and dance improvisation.
Yoga can be practiced independently from the Shibari part.
A detailed workshop description is attached.
When: immer Mittwochs 20- 23.30 h
Location: Institut Unzeit
2. backyard 4 floor
Erkelenzdamm 11-13
10999 Berlin
U8 Kottbusser Tor / Moritzplatz
M 29 bus stop Oranienplatz
Costs: Yoga 10 Euro, 15 Euro Yoga and Shibari
The next week end workshop takes place on March 5th, 6th in Kreuzberg.
Hours: 12 – 6 pm (one hour break)
Costs: €120, students and low income €100
On one evening we will watch the video of our recent Shibari staging (in the Wagner opera Parsifal by Roméo Castellucci) and talk about this two-month production experience..
Please bring tracksuits, food, and ropes if available. If you don’t own Shibari ropes, we will provide them.
Location: Studio ‘Bühnen & Bilder’
Ohlauerstr. 3-11
10999 Berlin / U1 Görlitzer Bahnhof
Information and registration: email hidden; JavaScript is required
Premiere: Donnerstag 27.1.2011 18:00 h
Weitere Vorstellungen:
30.1., 1., 3., 6., 8., 11., 15., 17., 20.2.2011
Infos unter: La Monnaie ¦ De Munt

Dieser vierstündige Workshop kombiniert Yoga mit der japanischen Seiltechnik ‘Shibari’.
Wir beginnen mit der Yogapraxis, um ein Gespür für die Positionierung unserer Körperteile zu entwickeln. Die Wahrnehmung des Atemrhythmus ist eine wesentliche Eigenschaft im Yoga. Streck – und Rotationsübungen entspannen den Muskelapparat, um seine Beweglichkeit zu erhalten. Kräftigungsübungen koordinieren Muskelspannungen zwischen dem Rumpf und Extremitäten. Wenn diese aufeinander abgestimmt sind, kann der Körper eine ökonomische Statik entwickeln, und Fehlhaltungen vorbeugen. Für einige Asanas (Yogahaltungen) verwenden wir Seile. Der haptische Moment des Materials verdeutlicht den Spürsinn, und vermischt sich mit der sinnlich, handwerklichen Erfahrung der Seile.
Im zweiten Teil des Abends liegt der Fokus auf spielerischen Aspekten einer Seilsession, sowie auf der Verknüpfung verschiedener Bondage Ansätze. Figurentechnisch orientieren wir uns u.a. an der präzisen z.T. akrobatischen Technik von Osada Steve. Arisue Go’s Philosophie eignet sich besonders für AnfängerInnen, und gibt Anstöße eigene Stile zu entwickeln. Meine jüngsten Erkenntnisse führten zu einem System, welches Prinzipien zum Improvisieren bereitstellt, und japanisch, ästhetische Prinzipien einbezieht. Außerdem werden in diesem Kurs Basisknoten, Grundlagen für Oberkörperharnesse, Hänge – und Sicherungsprinzipien vermittelt.
In Paar oder Gruppenkonstellationen entwickeln wir physische Dialoge in denen queere, groteske oder völlig abstrakte Spielsprachen Ausdruck finden. Es entstehen tiefentspannende, bedeutungsleere Komposition von Sinnesreizen, oder symbolisch aufgeladene Installationen. Wir arbeiten hier mit Tanz- und Kontakt- Improvisation, und mit Elementen des inszenierten Rollenspiels.
Da die Voraussetzungen der TeilnehmerInnen beim Yoga, Spielen und beim Knoten unterschiedlich sind, arbeitet jeder zunächst auf dem persönlichen Erfahrungsniveau. Neben dem Erklären von Fesselungen gebe ich hier viele individuelle Hinweise.
Bitte bequeme Kleidung, Snack und nach Möglichkeit eigene Seile
mitbringen.
Kosten 20/15 Euro pro Abend
Fragen und Infos unter email hidden; JavaScript is required
Location:
‘Teatris Hallenprojekt’ in den Uferhallen // Uferstr 8-11 // 13357 Berlin // U8 Pankstr U6 Nauener Platz / M27 Pankstr
Von der Badstraße kommend befinden sich die Uferhallen auf der rechten Straßenseite. Falls Du es nicht findest, bitte kurz durchrufen:
Tel.: 0172 397 51 87 Geländeplan
‘Eine Wundertüte voller Tanz. …Die fünf Künstler die in der Reihe der ‘Jungen Choreografen’ auftreten, hatten in der Regel gar kein Budget. Es begann skurril, mit Dasniya Sommer, die ihren schlanken nackten Körper mit immer mehr Seilen verknotet, ornamentiert und parzelliert, stehend zuerst, bald hängend und schaukelnd, den Kopf nach unten, das Gesäß nach oben.
Mit angehaltenem Atem sah man dieser exhibitionistischen Praxis zu, teils die Entgleisung ins peinliche fürchtend, aber staunend über den Eifer an der Zurichtung des eigenen Körpers als Objekt und Fetish…’
‘Fesselnder Tanz. Das sogar von den Boulevardzeitungen besprochene Stück von Dasniya Sommer eröffnet den Abend der jungen Choreografen bei den diesjährigen Tanztagen. Zweifellos kommt ein pornografischer Blick bei der nur mit Spitzenschuhen bekleidetenTänzerin auf seine Kosten. Gespreiztenschrittes nimmt Dasniya Sommer das auf dem Boden liegende, gleich ihrem Haupt- und Schamhaar türkisfarbene Hanfseil auf.
Die Fingerfertigkeit und meditative Konzentration mit der sie Knoten um Knoten, eine Schlinge um ihre Taille legt und sich schließlich selbst mittels des Seils und eines Metallrings an der Decke vom Boden erhebt, faszinieren. Während sie anschließend auch ihre Füße fesselt, befreit sie diese andererseits von den Bandagen der Spitzenschuhe und entledigt sich auch der Spangen, die bis dahin ihr Haar gebändigt haben.
Dieses Wechselspiel zwischen sich theoretisch gegenseitig ausschließender und gleichzeitiger Befreiung, spiegelt sich auch in der Musik wieder, wo Hardrock und Klassik einander ablösen. Eine gewisse Andacht macht sich breit angesichts dieser im Raum schwebenden, selbstbestimmt gefangenen Sphinx. Als Kontrapunkt zum Seil sucht sich aus ihrem schwarzgemalten Mund ein feiner Speichelfaden den Weg zum Boden. Zeichen ihrer eigenen Lust? Der ästhetisch und gedanklich vielschichtige Eindruck, den Sommers Stück hinterlässt, erschwert es den darauffolgenden Choreografien trotz mancher Qualität und Originalität die von Sommer gelegte Latte zu reißen..’
mit Vania Rovisco, Dasniya Sommer, Acci Baba und Mohammad Reza MortazaviInfos unter: www.burkabondage.de
Indientournee Dezember 2010:
06.12. – Chennai
10.12. – Colombo
12.12. – Bangalore
16.12. – Mumbai
19.12. – Delhi
by Reality Research Center with Tuomas Laitinen and Dasniya Sommer
12 Etudes on Everlasting Life is a series of pieces that attempts to find 12 ways to practice life everlasting. Etude X: www.kiasma.fi
Performance Dates: 08.10.2010 – 10.10.2010
Kiasma, Rauha Gallery
Museum of Contemporary Art Kiasma
Mannerheiminaukio 2, FIN-00100
Helsinki, Finland
Documentation
For beginners and people who want to train. Costs are 100 Euro or by arrangement for only one day / students
Day 1: 18- 22 h Yoga and Bondage at Heilehaus
Day 2 & 3: 16- 20 h Rope Techniques at “Buffett – Queer Art Studio”
For more information please email hidden; JavaScript is required.
We will continue the Yoga and Bondage combination class from next Friday on, the following dates for Sep/ Oct will be:
24.9.
1.10.
22.10.
29.10.
(not on October 8. und 15.!!)
Please bring costumes, Yoga suits and snacks ( we don’t have a kitchen in the studio )
Looking forward to experiment.. : )
Assistenz und Web Site: Frances d’Ath
‘Kotoba Shibari’, Fotografie: Frances d’Ath, de Munt-La Monnaie, Brüssel 2011; Kotoba Shibari. Jap. Wortwindungen; Futo Momo Zuri. Jap. Oberschenkelhängung (beides frei übersetzt)
‘Workshop Gruppe – Brüssel 2010′, Staging: Dasniya Sommer, Foto: Frances d’Ath, Raum: Philippe Theunessen, Assistenz: Shadow, Performance: Muy Te, Gala Moody, Gabriel Schenker, Antoine S., Kim-Oanh, Philippe Theunessen, Christian J., Frédéric Tolmatcheff., Peggy F., Frances d’Ath, Dasniya Sommer, Braine 2010
‘London Festival of the Art of Japanese Bondage’, Bild 1&3: Drawing Salon, Konzept/Shibari: Nawashi Murakawa, Fotos: Patrick Siboni, Performance: Dasniya Sommer
Bild 2&4: ‘fr⊂dy’, Konzept / Performance: Dasniya Sommer, Frances d’Ath, Fotos: Patrick Siboni, Resistance Gallerie, London 2010
‘Sang Bleu Issue V’, Produktion: Sang Bleu, Fotografie: Mali Lazell, Staging: Dasniya Sommer, Requisite: Nicola Jungsberger, Performance: Kyrill Krylow, Nicola Jungsberger, Andreas Schildbach, Dasniya Sommer, Schwelle7, Berlin 2009
‘ky ⋀ dy’, Performance: Kyrill Krylow, Dasniya Sommer, Fotografie: Mali Lazell, Schwelle7, Berlin 2009
‘Bildungsabhänge’, Aktion im Rahmen des HU- Bildungsstreiks, Performance: Dasniya Sommer, Fotografie: Frances d’Ath, Humbold- Universität zu Berlin, Berlin 2009/10
‘Ma√ 15 { idiosyncrasy} || sin x = ly – fx²¯’, Fotografie: Peter Hönnemann, Staging: Dasniya Sommer, Schwelle7, Berlin 2008
‘Atemkontrolle Hustenanfall Pheromoncheck’, Konzept: Dasniya Sommer, Performance: Juli Reinartz, Uri Turkenich, Dasniya Sommer, Schwelle7.de, Berlin 2008
‘Yoga und Bondage’, Bild I&3: Workshop Gruppe, Frances d’Ath, Charleroi/Danses, Brüssel 2010; Bild 2: Regis Mikail, Yoga & Shibari Workshop, Institut Unzeit, Berlin 2011
‘Ballet Research’, Tanz: Gala Moody, Michael Carter, Fotografie: Frances d’Ath, Konzept/Shibari: Dasniya Sommer, Madrid 2011
‘Ma√ 15 { idiosyncrasy} || sin x = ly – fx²¯’, Produktion: Tanztage Berlin/’Junge Choreografen’, Konzept und Performance: Dasniya Sommer, Video / Montage: Ines Gerber, Berlin 2009
‘G4′, Im Rahmen des ‘Nacht und Nebel’ Kunstparcours Neukölln, Staging / Performance/ Licht: Dasniya Sommer, Eckhard Roth, Video / Montage: Frances d’Ath, Berlin 2009
‘La Zampa’, Choreografie: Magali Milian & Romuald Luydlin, Performance: Sylvain Huc, Dasniya Sommer, Video: Christel Olislagers, Montage: Louran Chourrau, Schwelle7, Berlin 2008
‘Parsifal’ ein Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner (1882), Regie/Bühnenbild/Lichtdesign: Romeo Castellucci, Musikalische Leitung: Hartmut Haenchen
Choreografie: Cindy Van Acker, Dramaturgie: Piersandra di Matteo, Künstlerische Kollaborationen: Silvia Costa, Co Design: Giacomo Strada, Licht: Giacomo Gorini
Shibari/Bondage Choreografie (Akt II): Dasniya Sommer, Shibari/Bondage Performance: Frances d’Ath, Gala Moody, Jorgos Fokianos, Dasniya Sommer, Tänzerinnen: Anne-Lise Brever, Ana Cristina Velasquez, Solisten: Kundry: Anna Larsson, Klingsor: Tómas Tómasson
La Monnaie| De Munt, Brüssel 2011
‘Kotoba Shibari’, Dasniya Sommer, aus dem Bildbeitrag in ’Mein Lesbisches Auge 10. Lesbisches Jahrbuch der Erotik’, Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2011, S. 92
‘Ethische Anarchie’, Martin Hinze, Litlog, 24.03.2011
Interview mit Mathias Tietke, ’Yoga Aktuell’, Ausgabe Juni/Juli 2010
‘Atemkontrolle, Hustenanfall Pheromoncheck’, Dasniya Sommer, Projektbeschreibung, Berlin 2008
Dear Rope People!
A spontaneous Bondage Workshop this weekend.
Costs are €40 – 60 for both days, or by arrangement, or for only one day.
Levels will be mixed, ropes will be at the studio, just bring some sugar/fruits/friends and if you feel like dressing up you are welcome too : )
Location: “Buffet – Queer Art Studio”
Liebe Seilenthusiast*innen,
nächste Woche am Dienstag den 10. August vertreten Rui und Monika die Shibari Technikklasse. Am 17. August geht es im gewohnten Rhythmus weiter.
Euch schöne Ferien!
Dasniya
Dear Rope Enthusiasts,
Next week Tuesday August 10th, Rui and Monika will be teaching the Shibari- Technique class. On August 17th we will proceed as usual.
Happy holidays!
Dasniya
Tuesdays Shibari Technique 20 -22 pm
Location: “Buffet – Queer Art Studio”
Schlesische Straße 38
2nd backyard: ‘Mühlengebäude’
First Floor
10997 Berlin Kreuzberg
Costs: 10 Euro per evening
Diesen und nächsten Mittwoch findet kein Yoga statt. Das nächste mal also wieder am 18. August im Heilehaus.
Die Yoga Klasse findet ab Mittwoch den 23. Juni um 20.30 h im Boxraum des Heilehauses‘ statt.
From Wednesday on (June 23rd) Yoga starts at 20.30 h and takes place in the boxing studio of Heilehause.
Address:
HeileHaus
Waldemarstr.36
HH rechter Aufgang 1. OG
10999 Berlin – Kreuzberg
U8 Kottbussertor
Dasniya, du bietest Yoga und japanischen Bondage wöchentlich in Kombination als Kurs an, aber auch Yoga separat. Hast du mit beidem gleichzeitig begonnen?
Mit Yoga habe ich in meiner Kindheit begonnen und es zuerst von meinem Vater gelernt. Er unterrichtete es in Verbindung mit Vipassana – Meditation und der buddhistischen Philosophie Abhidhamma. Damals übte ich in seinen Kursen, manchmal bis zu vier Einheiten pro Tag. Die Seile habe ich erst mit 26 entdeckt.
Worum ging es deinem Vater beim Yogaunterrichten?
Es ging ihm um die ‘Gymnastizierung des Körpers’. Sie sollte täglich geübt und durch Meditation ergänzt werden. Sein Interesse am Körpertraining entsprach damals nicht seiner buddhistischen Ausbildung, die er in Thailand erhielt. Um Yoga zu lernen und um zu reisen, hat er nach 22 Jahren sein Mönchsgewand abgelegt, und mehrere Jahre in Indien verbracht. Ausgebildet wurde er in Rishikesh in der klassischen Hatha-Yoga-Methode. Auf dieser Basis hat er sein Yoga-Repertoire aufgebaut. Das beinhaltete Yoga für die materiellen Substanzen und Abhidhamma als sublimierendes Gedankengut.
Hast du dich auch auf andere Lehrer oder Stile eingelassen?
In den USA praktizierte ich während meines Tanzstudiums andere Ansätze. Ashtanga- und Bikram-Yoga. Und in Deutschland bei Stefan Dreher Iyengar-Yoga. Dieser Stil prägte meinen Unterricht eine ganze Weile. Seitdem beobachte ich zum Beispiel die energetische und räumliche Ausrichtung von Asanas sehr viel detailierter.
Wann hast du angefangen, selbst zu unterrichten?
2006 kamen die ersten Bühnenprojekte, bei denen ich meine Kolleginnen und Kollegen trainiert habe. In dieser Zeit habe ich auch die Seile entdeckt, aber beide Techniken erst einmal unabhängig voneinander untersucht. Im Rahmen des „Schwelle7-Projekts“ stellte ich sie dann nebeneinander und begann, regelmäßig zu unterrichten.
Wo siehst du die gemeinsamen Seiten und wo die gravierenden Unterschiede zwischen Yoga und Bondage?
Es ist schwierig, allgemein von Bondage zu sprechen. Zuerst müsste zwischen westlicher Bondage und der japanischen Tradition Shibari bzw. Kinbaku unterschieden werden. Ich beziehe mich auf Shibari. Yoginis sind Solisten, während Shibari traditionell von Paaren ausgeführt wird. Und in der Regel fesselt der Mann die Frau. Diese Rollenverteilung ist alt hergebracht und verschiebt sich nur langsam. Ich habe viele Frauen in meinen Klassen und Männer, die sich fesseln lassen. Beide Praktiken arbeiten durchdringend mit dem Körper. Der Umgang mit Wahrnehmung ist aber verschieden. Geht es beim Yoga vielmehr um eine festellende Haltung, so werden beim Shibari Reaktionen stimuliert.
Ob rituell, mit sportlichem Charakter oder als Kunstform ausgeführt, beide Techniken müssen als Prozess verstanden werden. Zu Beginn werden Knoten oder Asanas probiert. In Lernschritten wird die Aufmerksamkeit dann auf die Atmung und auf Gedankengänge oder beim Fesseln auf Rhythmus, Seilführung und den Bezug zur Seele, wie es im Kinbaku heißt, gelenkt. Die Methoden und Ziele beim Yoga und beim Shibari sind unterschiedlich. Es gibt aber Begriffe, die in beiden Kontexten verwendet werden. Zum Beispiel ‘Reinigung’, ‘Erleuchtung’, ‘Nichts’ und ‘Glück’. Beim Shibari kann auch von kathartischen Mechanismen gesprochen werden, da Sinnlichkeit und Ästhetik eine Rolle spielen.
Welche Rolle spielen für dich Disziplin, Unterordnung und die Autorität einer unterrichtenden Person oder eines Systems?
Im Balletttraining werden die vorgegebenen Schrittfolgen der Trainerin geübt. Dort bewege ich mich reaktiv zwischen anderen Tänzerinnen und Tänzern, und das erwarte und unterrichte ich ähnlich in meinen Klassen. In der Shibari-Klasse assistieren erfahrenere Fesslerinnen und Fessler, und ich lasse Befindlichkeiten und Vorschläge der Gruppe in die Übungsstrukturen einfließen. Menschlich halte ich den Unterricht in Augenhöhe und möchte zu experimentellen und vielseitigen Umgängen mit dem Körper inspirieren. Es soll Spaß machen und nicht unnötig beklemmen, da diese Sachen ohnehin in intime Bereiche gehen.
Die Verknüpfung, die du praktizierst, sieht das so aus, dass du die Leute in den Yoga-Haltungen fesselst? Wie kombinierst du beides?
Im Yogateil unterstützen Seile die Asanas. Ähnlich wie die Verwendung von Props beim Iyengar-Yoga. Zum Beispiel kann die Wirbelsäule anders gedehnt und rotiert werden. Es ist auch eine Vorbereitung auf den Shibari-Teil, nachdem sich mit Geruch und Beschaffenheit der Seile vertraut gemacht wurde. Dasselbe Material wird unterschiedlich gebraucht: es kann sehr weich, aber auch sehr hart sein und wie eine Waffe benutzt werden. Es kann aber auch als Yogawerkzeug oder als stille Umarmung verstanden werden.
Musst du gelegentlich eingreifen, weil die Teilnehmenden zu viel mit den Seilen machen oder zu wenig…
Der Unterricht dauert ja fünf Stunden, was viel Aufmerksamkeit kostet. In dieser Zeit kann ich nicht alles erfassen. Aber wenn jemand den Partner zu grob behandelt, gehe ich hin. Auch wenn großzügig Streicheleinheiten verabreicht, aber nicht genossen werden. Manche Leute wollen schlicht die Technik lernen. Ich versuche, soweit es geht, mitzubekommen was passiert. Dafür entwickelt sich mit der Zeit eine Intuition: für klassische, für gute und für unschöne Momente.
Wie viele Teilnehmer hast du in deinen Kursen?
Acht bis fünfzehn.
Gibt es ein Limit, das nicht überschritten werden darf?
Die Yogaklassen wachsen momentan und jeder arbeitet auf dem eigenen Niveau. Für die Spielgeschichten können schon mal zwanzig Leute im Raum sein und es entstehen kompositorische Kontraste zwischen den Szenen. Zwanzig Synchronfesselnde ergeben eine dynamische Choreographie. Für Anfängerinnen und Anfänger ist es hilfreich, wenn Spieler in der Gruppe sind, die etwas Verantwortung übernehmen können. Da ich selbst keinem Modell folge, gehen die Abende auch ins Offene. Ich improvisiere. Die Technik hingegen lässt sich besser in kleinen Gruppen vermitteln.
Beim Bondage scheint es eine Rolle zu spielen, was man an hat. Beim Yoga spielt es dagegen keine besondere Rolle, insofern die Kleidung bequem ist…
Ich denke schon, dass Kleidung Selbstwahrnehmung und Verhalten beeinflusst. Wir experimentieren damit. Yoga machen wir eher in Trainingskleidung. Wenn ich eine Person korrigiere, die in Unterhosen Yoga macht oder vielleicht im Kleidchen, dann entstehen absurde Momente. Aber es geht mir beim Yoga nicht um Lust im sexuellen Sinne. Für die Partner und Gruppenspiele im Shibaripart schmeißen wir uns in Schale. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer meditieren auch mit Korsage. Manchmal ist es hilfreich, schlicht gekleidet zu sein. So kann sich auf das Knotenlernen konzentriert werden. Keine Ablenkung durch nackte Beine.
Ist es beim Bondage nicht häufig so, dass die Teilnehmer nackt sind?
In meiner Klasse ist kaum jemand nackt, halbnackt ja, damit das Seil irgendwo die Haut berührt. Ich finde es phänomenal, wenn Menschen, die sich nicht kennen, zusammen kommen und diese Sachen praktizieren. Es sind selten Paare dabei, und ich arbeite mit Partnerwechseln. So werden verschiedene Konstellationen und Gespräche erfahren. Es muss also ein Verständnis für die Gruppe und die eigene Person entstehen, die diese Situationen ermöglicht. Teil des Kurses ist es also, herauszufinden, wie mensch sich gegenüber anderen Menschen verhält.
Beim Yoga geht es ja darum, die sinnlichen Erfahrungen zu reduzieren. Es geht um das Zurückziehen der Sinne, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und nach meinem Verständnis kannst du nur eins machen, dich entweder nach außen fixieren und auf äußere Reize reagieren oder du machst das Gegenteil und sagst, es geht mir darum, die Augen zu schließen und die sinnlichen Eindrücke zu reduzieren. Ist es in deinen Yoga-Bondage-Kursen so, dass es zwischen Reizreduzierung und sinnlichen Reizen hin und her pendelt oder verstärken diese konträren Ausrichtungen bestimmte Effekte?
Meditationsschulen sind sich ja uneins über die Konzentrationsgegenstände. In der buddhistischen Abhidhamma Tradition gibt es eine Praxis, die Gedanken in ein moralisierendes System ordnet, was aus meiner Sicht ideologisch und bedenklich ist. ‘Zurückziehen der Sinne’ erlebe ich beim Meditieren weniger. Aber das sind vielleicht Beschreibungsunterschiede. Ich erlebe eine starke Wachsamkeit und nehme Reize aus der Umgebung via Sinnesorgane wahr. Die klassische Aufteilung von Innen und Außen formuliere ich gerne um. So kann eine Übung darin bestehen, Sauerstoff aus dem Inneren des Raumes ins Innere des Körpers zu atmen. ‚Außen’ mit Bondage und ‚Innen’ mit Yoga zu verorten, ist etwas grob. Eher unterstützt Yoga die Eigenwahrnehmung und Achtsamkeit und ist eine ergänzende Praxis, die sich zum Beispiel in der Qualität des Fesselns und in anderen Handlungen ausdrückt.
Du beginnst mit der Yogapraxis und gehst über zu Bondage?
Genau.
Ist das von der Reihenfolge her ein Konstante? Oder kannst du die Reihenfolge auch umdrehen?
Bisher habe ich meistens in dieser Abfolge unterrichtet. Erst Yoga, dann Shibari. Das hat einen ganz praktischen Grund. Den Tag im Gepäck kann sich erst einmal entspannt werden. Nach dem Yoga wird grüner Tee getrunken und anschließend gespielt. Zum Ende des Abends ziehe ich mich eher zurück. Dr. Hempel regte kürzlich an, mit Shibari zu beginnen und den Yoga-Teil an den Schluss zu setzen. So würde die Klasse nicht mit Zweisamkeit schließen.
Wie werden die Seile verwendet?
Es wird kaum geknotet, sondern eher gebunden und durchgezogen und es werden in der Regel Seilmuster gelernt. Shibari bedeutet auch ‘winden’ oder ‘verknüpfen’.
Meistens wird mit einem Knoten als Ankerpunkt begonnen, dann geht es um den Oberkörper. Es geht vor und zurück, überall wird etwas durchgefädelt und mit jeder Lage festigt sich der Oberkörperharness. Bei einer fertigen Fesselung können ungeübte Zuschauer nicht mehr sagen wo das Ende beginnt.
Hinterlassen die Seile und die Knoten auch längerfristig Spuren?
Physisch manchmal, Empfindungstechnisch nicht löschbare. Es gibt Leute, bei denen ist der Seilabdruck nach ein paar Stunden weg. Bei anderen springen kleine Äderchen auf. Wenn das Seil ordentlich angelegt wurde, entstehen dekorative Ornamente, die ein paar Tage an den Moment erinnern.
Kommen immer wieder die gleichen Leute in deine Kurse oder ist das eher für Menschen, die abenteuerlustig sind oder die ihre Schmerzgrenzen kennen lernen möchten?
Ich unterrichte diese kombinierte Yoga-Shibari-Klasse seit drei Jahren. Seitdem ist der Kern gewachsen. Es gibt Leute, die es ausprobieren und sagen, das ist nicht mein Ding und andere kommen für Wochenendworkshops. Die Hintergründe muss ich nicht genau wissen. Es sind Ingeneure, Künstlerinnen und Künstler sowie Ärzte. Wichtig ist für mich, dass ein Verhältnis zwischen Offenheit und Konzentration da ist, wie in jeder anderen Unterrichtssituation.
Nach meiner Auffassung geht es im Yoga primär um Leidvermeidung, beim Bondage um Leiderfahrung oder zumindest darum, Schmerzen zu ertragen oder jemandem Schmerzen zuzufügen. Das klingt nach Widerspruch und Kontrastprogramm…
Die ausschließlich negative Beurteilung von Schmerz ist kulturell anerzogen und gehört zum sittlichen Ton. Beim Meditieren müssen auch einige Hürden genommen werden. Besonders am Anfang ist zum Beispiel ruhiges Sitzen extrem anstrengend. Aber vielleicht sind diese Schmerzkategorien gar nicht vergleichbar.
Also ich sehe in der persönlichen Ausrichtung eine Wahl zwischen zwei konträren Punkten: Entweder ich bemühe mich darum, Leiderfahrungen zu vermeiden oder ich nehme sie in Kauf oder suche sogar nach diesen Grenzerfahrungen, die mit Schmerzen und Leid verknüpft sind…
Solange es gedanklich und körperlich lustvoll bleibt, sollten Dinge legitim sein. Manche Menschen ertüchtigen sich mit acht Stunden Radfahren am Tag. Wenn gemeint wird, dass sich die Beweggründe zu fesseln und Yoga zu machen, kategorisch ausschließen, dann liegt das daran, dass mit diesen Praktiken etwas Widersprüchliches assoziiert wird.
Wie gehst du mit Situationen um, wenn bei einem Teilnehmer eine Krise auftritt, wenn es zu Gefühlsausbrüchen kommt?
Richtige Krisen hatte ich in den Kursen bisher nicht. Reden und Pausieren ist gut. Änderungen in der Gruppenkonstellation und Kunstgriffe unter die Arme finde ich wichtig, wenn notwendig.
Unklare Momente kommen natürlich vor wie Höhenflüge, weil wir eben nicht schauspielern, sondern tatsächlich etwas erleben. Das Erlebte sollte in jedem Fall auch für sich reflektiert und beurteilt werden, was der regelmäßige Übungskontext ermöglicht.
Ist es für jene, die regelmäßig Bondage praktizieren, notwendig, Reize zu steigern? Gibt es eine Gewöhnung, ein Verschieben der persönlichen Belastungsgrenze?
Wenn ich einmal pro Woche in den Seilen hänge, dann tut das mehr weh, als wenn ich drei Mal die Woche trainiere, weil sich meine Knochen daran gewöhnen und ich Kraft entwickle. Zwischendrin Ruhephasen. Emotionale Kapazitäten verhalten sich ähnlich plastisch.
Was machst du in deiner schmerzfreien Zeit?
Spaziergänge im Grünen